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Fernwärmeverbundprojekt

Mit der Vertragsunterzeichnung des Fernwärmeverbundprojektes im September 2009 startete das bisher größte Abwärmeprojekt Bayerns. Ziel der Vereinbarung ist die Nutzung der Abwärme von der Petroplus Raffinerie. Die Einspeisung beträgt jährlich etwa 130 Millionen Kilowattstunden.

Anfang 2010 haben die Stadtwerke mit dem Bau einer 5.300 Meter langen Fernwärmeversorgungsleitung begonnen, die von der Petroplus Raffinerie zum bestehenden Heißwassernetz führt. Parallel dazu baut Petroplus Anlagen zur Auskoppelung von Fernwärme. Anfang 2011 wurden die "Herzstücke" des Projektes - vier Wärmetauscher - direkt an die Kopfleitung der Destillieranlagen in der Petroplus Raffinerie eingebaut. 

Das gemeinsame Klimaschutzprojekt der Petroplus Raffinerie und der Stadtwerke Ingolstadt erfordert hohe Investitionen. Allein der notwendige Ausbau des Fernwärmenetzes und der Anlagen kosten die Stadtwerke rund 23 Millionen Euro. Zusammen mit den bisherigen Fernwärmeprojekten werden zukünftig rund 67.000 Tonnen Kohlendioxid jedes Jahr in Ingolstadt eingespart.

Die Arbeiten konnten planmäßig abgeschlossen werden. Das ausgebaute Fernwärmenetz versorgt zunächst die AUDI AG mit der zusätzlichen Abwärme. Weitere industrielle, kommunale und private Kunden sind bereits angeschlossen bzw. werden in Kürze hinzukommen.

Die offizielle Einweihungsfeier fand am 6. Juli 2011 im Beisein des damaligen bayerischen Umweltministers Markus Söder auf dem Gelände der Stadtwerke statt.